Digitaler Jugendleiterstammtisch

Digitaler Jugendleiterstammtisch

02.03.2021

Jugendleiter treffen sich online – Jugendarbeit enorm wichtig

Jürgen Preisinger, 1. Vorsitzender des Kreisjugendrings begrüßte die über 25 Teilnehmer des 1. Digitalen Jugendleiter Stammtisch. Unter den Teilnehmern kamen Vertreter und Jugendleiter der Vereine sowie Verantwortliche in der Jugendarbeit zusammen und berichteten über die momentane Situation.

Die momentane Zeit verlangt viel Geduld und Durchhaltevermögen. Ebenso verhält es sich auch für die Jugendarbeit, so Preisinger. Er appellierte in dem Zusammenhang den Kontakt zu den Jugendlichen so gut es geht aufrecht zu erhalten. Dabei stellte er das Projekt #weitermachen des Bezirksjugendrings Oberpfalz vor. Das Projekt soll allen Akteuren der Jugendarbeit Mut machen in dieser schweren Zeit nicht aufzugeben und aufzeigen, dass Jugendarbeit wichtig ist. Zudem lebt das Projekt vom Austausch untereinander. Weitere Informationen finden sich auf den Webseiten des Bezirksjugendrings.

Seit nunmehr fast drei Monaten sind Veranstaltungen in den Vereinen in Präsenz verboten. Bei der anfänglichen Euphorie ein digitales Angebot zu gestalten, meldete die kirchliche Jugendreferentin Barbara Schönauer zurück, dass bei weitem nicht mehr die Anmeldezahlen für Teilnehmer erreicht werden, wie zu Anfang des Lockdowns.

Andreas Malzer, stellvertretender Vorsitzender des Kreisjugendrings und BLSV Vorsitzender, berichtet, dass sich vermehrt Jugendliche dem Vereinsleben abwenden. Dem fügen Vertreter der Schützenvereine hinzu, dass zukünftig für viele Vereine die Schwierigkeit besteht, neuen Nachwuchs zu bekommen. Dies konnten weitere Teilnehmer der anderen Verbände nur bestätigen.

Die Jugendgruppen und -vereine hatten sich vor dem harten Lockdown viel vorgenommen. Dabei planten z.B. die Flötztaler Naturentdecker und der OGV Immenreuth ihre neuen Veranstaltungen mit einer neuen Jugendgruppe, die leider bis jetzt aussetzen musste.

Die Ausbildung der Feuerwehr und des BRK für Jugendliche lebt von der Präsenz. Als Alternative nimmt der BRK Lehrvideos auf, die im eigenen Haushalt ausprobiert werden können. Die Angst besteht auch hier, dass Jugendliche in Zukunft fern bleiben. Wichtig sei, dass die Ausbildung für die Einsätze bald wieder beginnen kann. Es wird befürchtet, dass hier Defizite vorliegen.

Bei allen Einschränkungen wird versucht die Zeit sinnvoll zu nutzen. So versucht der Jugendrat Waldsassen in kleinen Schritten den Jugendtreff in Waldsassen zu renovieren. Der Jugendrat in Tirschenreuth erneuerte sein Logo und startet ein Projekt in den sozialen Medien, bei dem sie in 60 Sekunden Persönlichkeiten des Landkreises Tirschenreuth vorstellen.

Alle waren sich einig, dass unsere Kinder und Jugendlichen wieder die Begegnung untereinander brauchen. Kinder und Jugendliche müssen in den Vereinen aktiv sein. Neben viel Spaß werden hier besonders die sozialen Kompetenzen geschult. Das “Miteinander“ macht einfach viel mehr Spaß.

„Wir alle hoffen, dass die von Experten erwarteten psychischen und physischen Schäden bei Kindern und Jugendlichen nicht so stark eintreten.“, so Jürgen Preisinger.

Jürgen Preisinger betonte in der Runde, dass der Kreisjugendring mit Rat und Tat zur Seite steht. Unter anderem gibt es wie jedes Jahr die Möglichkeit für Jugendgruppen und Jugendvereine Zuschüsse  beim Kreisjugendring zu beantragen. Bei Fragen zu diesem Thema kann sich an den Geschäftsführer des Kreisjugendrings, Dominik Fischer, gewendet werden. Für die Zukunft sind weitere Online- Treffen und Angebote mit spannenden Themen geplant.